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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
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Da die Wege des Signals unterschiedlich lang sind, unterscheidet sich auch die Signallaufzeit, und die
Teilsignale kommen verschoben und ü berlagert beim Empfä nger an. Unter konstruktiver Ü ber-
lagerung versteht man, wenn sich Teilsignale ü berlagern, die ungefä hr um ein Vielfaches ihrer
Wellenlä nge verschoben sind. Die Amplitude der Wellen des ü berlagerten Signals sind also ungefä hr
so groß wie die Summe der Amplituden der Teilsignale, was kaum problematisch ist. Ein wirkliches
Problem ist die sog. destruktive Ü berlagerung. Sie entsteht, wenn die Verschiebung zweier sich
ü berlagernder Wellen ungefä hr ein Vielfaches plus 1/2 der Wellenlä nge des ursprü nglichen Signals
ist. Es addieren sich also jeweils der positiver Abschnitt des einen Teilsignals mit dem negativen
Abschnitt des anderen Teilsignals und umgekehrt, so dass sich die Teilsignale gegenseitig auslöschen.
Da sich das Signal in der Realität nicht nur in zwei, sondern in sehr viele Teilsignale aufspaltet, ist die
aus den Ü berlagerungen des Teilsignale resultierende Signalstä rke praktisch dem mathematischen
Chaos ü berlassen. Das heiß t, dass schon eine sehr kleine Ortsä nderung des Empfä ngers ein drastische
Än derung des empfangenen Signalstä rke hat. (Diesen Effekt hö rt man zum Beispiel im Autoradio
beim Anfahren: Ein Vorfahren um wenige Zentimeter kann den Empfang signifikant verbessern oder
verschlechtern.)
Der Effekt der schnell schwankenden Signalstä rke-Ä nderung heiß t Fast Fading und ist bei der digita-
len drahtlosen Übertragung ein Problem, da während eines extremen Einbruchs der Signalstärke keine
Daten ü bertragen werden kö nnen. Als Lö sung muss entweder die Fehlerkorrektur aus einer hö heren
Schicht greifen, oder man stellt zwei Antennen mit einem gewissen Abstand zueinander auf und
verarbeitet das jeweils stärkere Signal.
Das Problem des Delay Spread
entsteht ebenfalls durch Mehrwegeausbreitung. Da die
Geschwindigkeit der Signale konstant ist, verhä lt sich die Laufzeit der aufgespaltenen Signale pro-
portional zum Weg, und so kann es passieren, dass die Laufzeiten sich extrem unterscheiden ( Zeit-
Dispersion ). Ein ausgesandter Impuls kommt also als schwä chere teilweise extrem zeitlich versetzte
Impulse beim Empfänger an. (Das ist weniger in dicht bebauten Ge bieten der Fall als eher in bergigen
Gegenden.) Kommen die Unterschiede in die Größenordnung der Da uer einer Bitübertragung, können
sich benachbarte Bits gegenseitig stö rend beeinflussen ( Intersymbol-Interferenz ); eine deutlich
erhöhte Bitfehlerrate ist die Folge.
Den sog. Doppler-Effekt kennt jeder, an dem schon einmal ein hupendes Fahrzeug mit hoher Ge-
schwindigkeit vorbei gefahren ist: Die Tonhö he der Hupe ist sehr viel hö her, solange das Auto auf
einen zufä hrt, als wenn es danach von einem wegfä hrt. Dieser Effekt der Frequenz-Veränderung
(Fre quenz-Dispersion ) des Signals, wenn Sender und Empfä nger sich schnell aufeinander zu oder
voneinander weg bewegen, tritt nicht nur bei Schall, sondern auch bei der Funkübertragung auf. Über -
schreitet die Frequenz-Dispersion eine gewisse Toleranz-Schwelle im Empfä nger, ist eine er-
folgreiche Ü bertragung nicht mehr mö glich. Auß erdem kann der Sender auf der entstehenden Fre-
quenz andere Empfä nger stö ren bzw. umgekehrt. Aus diesem Grund ist die Benutzung von Mobil-
telefonen in schnellen Zügen schwer bis überhaupt nicht möglich.
Neben dem Fast Fading gibt es noch den Effekt des Slow Fading, das heiß t den lä ngerfristigen
Schwund eines Signals. Das Slow Fading entsteht im wesentlichen dadurch, dass sich der Abstand
zwischen Sender und Empfä nger ä ndert, und ist normalerweise einfach dadurch auszugleichen, dass
die Sendestärke erhöht bzw. verringert wird.
2. Modulation
Um digitale Daten in eine Form zu bringen, die mittels Antennen über die Luftschnittstelle über tragen
werden kann, werden Modulationsverfahren verwendet. Unter Modulation versteht man allgemein die
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Mobile Business. Märkte, Techniken, Geschäftsmodelle (Gebundene Ausgabe)
von Bernd Diederich, Thomas Lerner, Roland D. Lindemann, Ralf Vehlen
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| Siehe auch: | |
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Mobile Commerce. Grundlagen, Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren von Günter Silberer, u. a. | | Mobile Business von Markus Giordano, Johannes Hummel | | Mobile Commerce von Klaus Turowski, Key Pousttchi | | Mobile und drahtlose Informationssysteme von Franz Lehner | |
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