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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
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stiftbasierte Texterkennung eingesetzt. Die Sprachsteuerung und -eingabe steckt noch in den Kinder-
schuhen. Für die Ausgabe werden meinst sehr kleine Displays sowie akustische Signale eingesetzt.
Um fü r die Stromversorgung nicht mit einem Kabel an das Stromnetz gebunden zu sein, mü ssen mo-
bile Endgerä te mit Akkus arbeiten. Auch das zeigt neue Grenzen auf. Die von den festen Computern
gewohnten extrem stromkonsumierenden Hardwareteile (zum Beispiel rotierende Speichermedien wie
Festplatten; schnelle Prozessoren, groß zü gige RAM-Ausstattung) sind daher bei den meisten Endge-
rä ten nicht denkbar. Auß erdem mü ssen intelligente Maß nahmen zum Energie Sparen eingesetzt
werden.
Will man fü r die Datenü bertragung nicht an eine Leitung (Netzwerk, ISDN, etc.) gebunden sein,
bleibt nur die drahtlose Kommunikation ü ber Funk oder Infrarot. Fü r das Seminar Mobile Netze
wird die drahtlose Kommunikation eine Hauptrolle spielen. Die Basistechnologien hierfü r werden im
Hauptteil dieser Arbeit ausfü hrlich dargestellt. Einbuß en gegenü ber der leitungsgebundenen Daten-
übertragung müssen natürlich bezüglich der erzielbaren Datenrate und der Zuverlässigkeit der Ver
bin-
dung hingenommen werden.
Auß erdem mü ssen mobile Endgerä te ein hö heres Maß an Sicherheit bieten. Drahtlose Kommunika-
tion kann einfacher abgehö rt werden als leitungsgebundene. Deshalb wird eine zuverlä ssige Ver-
schlüs selung gefordert. Die Daten, die auf mobilen Endgerä ten gespeichert sind, sind auß erdem einer
größeren Ge fahr ausgesetzt als Daten in Aktenschränken, auf Bürocomputern oder in Re chenzentren.
II. Basistechnologien
1. Eigenschaften des drahtlosen Kanals
1.1 Signalausbreitung
Noch ohne zu wissen, wie man digitale Daten in elektromagnetische Wellen umwandelt, wollen wir
uns ansehen, wie sich ein nicht-leitungsgebundenes Signal im Raum ausbreitet.
Die Ausbreitung von Signalen in leitungsgebundenen Netzen ist leicht vorhersehbar: Die Signale brei-
ten sich abgesehen von zu vernachlässigenden Abstrahl -Effekten entlang des Leiters aus. Falls der
Leiter nicht unterbrochen ist, ist die Charakteristik des Leiters an jeder Stelle gleich.
Bei einem drahtlos ü bertragenen Signal kann dessen Verhalten
nur im Vakuum vorhergesagt werden: Es breitet sich gleichmä ßig
in alle Richtungen im Raum aus, und seine Stä rke nimmt qua-
dratisch zur Entfernung ab.
Durch das Abnehmen der Stä rke ergeben sich drei Bereiche um
die Quelle des Signals: Im Ü bertragungsbereich ist das Signal so
stark, dass es korrekt Empfangen werden kann und somit eine
Datenü bertragung mö glich ist. In einem grö ß eren Bereich um den
Über tragungsbereich kann ein Empfä nger zwar noch erkennen, dass der Sender ein Signal sendet; die
Stö rungen sind aber schon so groß , dass die Daten nicht mehr korrekt interpretiert werden kö nnen. In
einem noch weiter vom Sender entfernten Bereich kann ein Empfä nger nicht mehr erkennen, dass der
Sender ein Signal sendet; das Signal kann aber noch andere Ü bertragungen stö ren, indem es zum
Hintergrundrauschen beiträgt.
Entfernung
Sender
Übertragung
Erkennung
Interferenz
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