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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
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Das Wort Mobilitä t bedeutet, dass jemand oder etwas sich bewegen kann. Wer oder was ist also
mobil im Sinne der Informationstechnik und kann sich bewegen?
Wenn der Nutzer eines Systems mobil ist, spricht man von Benutzer-Mobilität . Er kann die Dienste
des Systems an unterschiedlichen Orten nutzen. Die Kommunikationsdienste folgen ihm also nach.
Typische Beispiele hierfü r sind die Anruf-Weiterschaltung am Telefon oder ein WWW-Dienst, den
der Benutzer von jedem internetfä higen Computer aus nutzen kann und dessen Oberflä che immer
gleich aussieht.
Sind die Endgerä te eines Systems mobil, so spricht man von Endgeräte -Mobilität . Das Kommunika-
tionsgerä t selbst kann also seinen Ort wechseln ob mit oder ohne seinen Benutzer und ist auch
wäh rend der Bewegung arbeitsfä hig. Typische Beispiele hierfü r sind Mobiltelefone oder Palmsize
Computers. Abzugrenzen sind portable Endgerä te, die zwar nicht an einen Ort gebunden sind, wä h-
rend des Ortswechsels aber nicht oder nicht vollständig nutzbar sind, wie zum Beispiel eine Note book
mit Netzwerkkarte.
Von Session-Mobilität ist die Rede, wenn eine aktive Sitzung eines Dienstes vom Benutzer unterbro-
chen und auf einem anderen Endgerä t fortgefü hrt werden kann. Dies ist zum Beispiel bei Telefonan-
lagen der Fall, wo der Teilnehmer ein Telefongesprä ch (Session) auf einen anderen Apparat umleiten
kann, um es dort entgegenzunehmen und fortzufü hren. Das Thema Session-Mobilitä t ist noch in For-
schung, denn auch bei Datendiensten sind Anwendungsfälle denkbar, in denen Session -Mobilität Sinn
macht. So kö nnte der Benutzer zum Beispiel das Ausfü llen eines Formulars, das Bearbeiten eines
Textes oder das Online-Shopping unterbrechen und nahtlos an einem anderen Endgerät fort setzen.
Wie die Beispiele gezeigt haben, gibt es verschiedene Formen von Mobilitä t, die keinesfalls alle auf
drahtloser Kommunikation beruhen. Die Begriffe mobil und drahtlos dü rfen also aus keinen Fall
als gleichbedeutend angesehen werden. Es existieren sowohl Systeme, die mobil aber nicht drahtlos
sind, als auch drahtlos und nicht mobil. Ein Beispiel fü r den ersten Fall wä re ein Notebook mit Netz-
werkanschluss. Das ist mobil (genauer: portabel) und dennoch auf leitungsgebundene Kommunikation
angewiesen. Ein Beispiel für den zweiten Fall wäre ein drahtloses Computernetzwerk (Wireless LAN)
mit fest-installierten Rechnern.
Die fü r dieses Seminar relevante Art der Mobilitä t ist die Endgerä te-Mobilitä t, die im folgenden ge-
meint ist, wenn von Mobilität die Rede ist.
Wie wird nun Mobilitä t erreicht? Und welche Hü rden mü ssen Endgerä te ü berwinden, um mobil zu
werden?
Nicht-mobile Endgerä te sind durch bestimmte Faktoren an ihre Umgebung gebunden. Bei der Ent-
wicklung von mobilen Endgeräten ist die Aufgabe, diese Bindungen zu überwinden.
Bindung an Umgebung
Lösung
Größe, Gewicht
kleine Bauweise
Stromversorgung
Batteriebetrieb /
sparsame Hardware
Datenkommunikation
drahtlos (Funk, IR)
Sicherheit
Verschlüsselung
Ein Hindernis ist die Grö ß e und das Gewicht der Gerä te. Mobile Endgerä te mü ssen daher klein und
leicht sein, damit sie einfach transportiert werden kö nnen. Die kleine Bauweise bringt aber Probleme
mit sich. So sollten die Geräte trotzdem robust sein und komfortabel zu bediene n. Innovative Ein- und
Ausgabe-Devices sind also gefragt. Zur Eingabe werden heute ü blicherweise kleine Tastaturen oder
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