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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
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benachbarten Basisstation die Signalstä rke zur aktuellen Basisstation um einen gewissen Schwellwert
über schreitet, wird der Handover veranlasst.
Dieser Schwellwert ist mit groß er Vorsicht zu wä hlen: Ist er zu groß , verbleibt die Mobilstation zu
lange in einer Zelle mit zu schlechter Verbindungsqualitä t. Im schlimmsten Fall reiß t die Verbindung
ab. Ist der Schwellwert zu niedrig, kann es passieren, dass eine Mobilstation stä ndig zwischen zwei
oder mehreren Basisstationen hin- und her springt.
BSalt
MS
BSneu
HO-Entscheidung
Messbericht
HO request
HO acknoleged
HO command
Verbindungsaufbau
HO complete
Der Vorgang des Handover funktioniert grob wie folgt: Die alte Basisstation fordert bei der neuen
einen Handover an ( HO requested ). Die neue Basisstation richtet einen Verbindungs-Kanal ein und
gibt der alten Basisstation die Kanalinformation zurü ck ( HO acknowledged ). Die alte Basisstation
gibt daraufhin der Mobilstation den Befehl, mit der neuen Basisstation auf dem neuen Kanal Verbin-
dung aufzunehmen ( HO command ). Ist der Verbindungsaufbau erfolgreich, gibt die neue Basis-
station der alten den Befehl HO complete , damit diese den alten Kanal freigeben kann. Der Hand-
over ist vollständig.
7. Zusammenfassung
Mit dieser Arbeit wurden die Grundlagen der drahtlosen Kommunikation für die folgenden Seminar -
vorträge gelegt.
Das Verhalten elektromagnetischer Wellen als Trä ger fü r drahtlos ü bertragene Daten wurde genauer
betrachtet und die spezifischen Eigenschaften der drahtlosen Ü bertragung gegenü ber der leitungs-
gebundenen aufgezeigt. Durch unterschiedliche Modulationsverfahren werden digitale Daten in
elektromagnetische Wellen umgewandelt. Verschiedene Multiplex-Verfahren erlauben die gleich-
zeitige Nutzung der Luftschnittstelle durch verschiedene Sender-Empfänger -Paare. Unterschiedliche
Zugriffsverfahren regeln den Zugriff der Endgerä te auf die durch Multiplex geschaffenen Kanä le. Als
oberste Schicht (unter den Diensten) stehen verschiedene Modelle zur Verfügung, ein mobiles Netz zu
organisieren.
Jedes System muss sich also fü r ein Modulations-, Multiplex- und Zugriffsverfahren sowie eine Art
der Organisation der Infrastruktur entscheiden und dabei die Anforderungen (Qualitä t, Anzahl der
Nutzer, nö tige Bandbreite, Sprach- oder Datenü bertragung, Kosten fü r System und Endgerä te, usw.)
und sonstigen Rahmenbedingungen (lizenzierte Frequenzbä nder, etc.) berü cksichtigen. Welche
Verfahren die einzelnen Systeme (GMS, UMTS, BlueTooth, DECT, WLAN, usw.) nutzen, werden
wir in den kommenden Vorträgen erfahren.
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