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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
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der üb lichen Grö ß e von Mobiltelefonen und mit ü blichen Akkus niemals zu realisieren wä re.
Außerdem wäre die Strahlenbelastung für die Menschen enorm.
Je grö ß er der Abstand zwischen Sender und Empfä nger ist, desto mehr Stö rungen kö nnen stattfinden.
Bei kleineren Zellradien müssen nur lokale Störungen kompensiert werden.
Durch die Zellstruktur ist ein Mobilfunknetz zudem robuster gegen Ausfä lle. Wenn eine Basisstation
versagt, ist nur eine Zelle betroffen. Meist kann das Endgerä t sogar einfach eine Verbindung zu einer
weiter entfernten Basisstation aufnehmen.
Diese Vorteile bringen aber auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich, die es zu lö sen gilt.
Zum ersten muss ein Mechanismus realisiert werden, der die Ü bergabe einer Verbindung eines End-
gerä tes von einer Basisstation an eine andere regelt. Dieser Mechanismus heiß t Handover und wird
im nächsten Abschnitt genauer betrachtet.
Weiterhin entstehen durch die komplexe Infrastruktur hohe Kosten. Die Basisstationen mü ssen mit-
einander verbunden und koordiniert werden. Auß erdem mü ssen Aufenthaltsdaten der Benutzer in
einer Datenbank verwaltet werden.
Eine weitere groß e Herausforderung ist die Frequenzplanung. Gefordert wird auf der einen Seite eine
minimale Interferenz durch Benutzung gleicher Frequenzen, auf der anderen Seite mü ssen die knap-
pen Frequenzbä nder so optimal wie mö glich ausgenutzt werden. Die in der Realitä t sehr schwer mo-
dellierbare Signalausbreitung (Zellen sind nicht wirklich sechseckig!) ist dabei ein schwieriges
Problem.
6.3 Handover
Unter Handover versteht man die Ü bergabe einer Verbindung eines Endgerä tes
mit einer Basisstation an eine benachbarte Basisstation.
Es gibt im Wesentlichen zwei Grü nde, warum ein Handover sinnvoll und nö tig
ist: Zum einen, um eine akzeptable Qualitä t der Funkverbindung zu ge-
wä hrleisten. Je weiter sich eine Mobilstation von der Basisstation entfernt, umso schwä cher wird das
Signal und umso schlechter wird die Qualitä t der Verbindung. Zum anderen kann ein Zellsystem den
Handover zur Lastverteilung nutzen: Befinden sich zu viele Teilnehmer in derselben Zelle, werden
diejenigen Teilnehmer, die am weitesten von der Basisstation entfernt sind, an andere Basisstationen
übergeben.
Gefordert wird natü rlich, dass die Verbindung zwischen Mobil- und Basisstation wä hrend eines
Handover nicht abbricht, da damit auch die Verbindung auf hö heren Protokollschichten abbrechen
würde. Weiterhin soll die Übergabe sehr schnell geschehen. (Z.B. spezifiziert GSM als Ma ximaldauer
60 ms!)
Um die Qualitä t der Verbindung zu erfassen, fü hren sowohl Mobil-
als auch Basisstation stä ndig Messungen der empfangenen Signal-
stä rke durch. Die Mobilstation misst auch die Signalstä rke, die von
benachbarten Basisstationen ausgeht. Sie gibt diese Messwerte regel-
mäßig an die aktuelle Basis station weiter.
In der Regel trifft die Basisstation die Entscheidung, ob ein Hand-
over durchgefü hrt wird oder nicht. Sie glä ttet dazu die gemessene
Signalstärke. Wenn die Signalstärke zwischen Mobil station und einer
BS
BS
MS
Empfangssignalstärke
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Mobile Business. Märkte, Techniken, Geschäftsmodelle (Gebundene Ausgabe)
von Bernd Diederich, Thomas Lerner, Roland D. Lindemann, Ralf Vehlen
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| Siehe auch: | |
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Mobile Commerce. Grundlagen, Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren von Günter Silberer, u. a. | | Mobile Business von Markus Giordano, Johannes Hummel | | Mobile Commerce von Klaus Turowski, Key Pousttchi | | Mobile und drahtlose Informationssysteme von Franz Lehner | |
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