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Basistechnologien für mobile Netze

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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna [15] ·   Wie  wird  Duplex-Fä higkeit  erreicht?  (Fü r  beide  Ü  bertragungsrichtungen  zwischen  zwei  Endge- räten muss ein Kanal eingerichtet sein.) ·   Sollen   Upstream-   und   Downstream-Kanal   dieselbe   oder   unterschiedliche   Bandbreiten   bieten? (Beim Zugriff auf das www fallen zum Beispiel als Upstream nur die http-Requests an, wä hrend die Nutzdaten über den Downstream kommen.) ·   Werden Kanä le zum Broadcast eingerichtet? (Bei zellularen Systemen macht ein Broadcast-Kanal zur Steuerung und Synchronisation der Mobilstationen Sinn; bei einem Ad-hoc-Netz kö nnten ü ber einen  Broadcast-Kanal  alle  erreichbaren  Endgerä te  aufgefordert  werden,  sich  zu  erkennen  zu geben.) ·   Kanä le  kö nnten  je  nach  Anforderung  unterschiedliche  Bandbreiten  und  Fehlerkorrekturen  zu- gewiesen bekommen. Ein Sprachkanal benö tigt zum Beispiel eine konstante Bandbreite, und eine Fehlerkorrektur  darf  den  Fluss  nicht  unterbrechen  (und  ist  fü r  Sprache  nicht  nö tig),  wä hrend  ein Datenkanal  auf  eine  zuverlä ssige  Fehlerkorrektur  angewiesen  ist  und  Bandbreite  immer  schwan- kend belegt wird.   6. Zellen und Zellstrukturen Wie  in  leitungsgebundenen  Netzen  haben  wir  nun  Lö sungen  in  der  Hand,  eine  drahtlose  Datenver- bindung zwischen zwei Endgerä ten herzustellen, die gleichzeitige Kommunikation mehrerer Sender- Empfänger -Paare durch Kanäle zu ermöglichen und den Mehrfachzugriff auf diese Kanäle zu regeln. Drahtlose Netze lassen sich im Gegensatz zu leitungsgebundenen schwer rä umlich eingrenzen. Fest- netze  verlaufen  dort,  wo  Kabel  sind.  Fü r  drahtlose  Netze  wird  dafü r  im  folgenden  der  Begriff  der „Zelle“ ein  geführt. 6.1 Zellsysteme In der Literatur findet man für jedes System eine etwas andere Definition von Zelle. Allen gemeinsam ist: Eine Zelle ist ein (geographisches) Gebilde, in dem Endsysteme ü ber mindestens einen gemeinsa- men Kanal drahtlos kommunizieren können. Eine Zelle ist also eine „Funkzone“. Je nach Größe der Zelle(n) benennt man die Art der Zelle wie folgt: Pico-Zelle: 1 m – 100 m (Büro, Heim) Mikro-Zelle:   100 m – 2 km     (Innenstadt, Firmengelände) Makro-Zelle:  2 – 40 km (Städte) Mega-Zelle:   40 – 200 km (ländliche Gebiete) Giga-Zelle:     200 – 2000 km  (Satellitenbereiche) Dem physikalischen Modell nach hat eine Zelle die Form eines Kreises. (Wir erinnern uns: Das aus- gesendete Signal breitet sich in der Theorie in alle Richtungen gleichmä ß ig aus und wird dabei qua- dratisch zum zurückgelegten Weg kleiner.)
  
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