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Basistechnologien für mobile Netze

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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna [14]   Beim CSMA/CD-Verfahren hö rt ein potentieller Sender das Medium ab, um festzustellen, ob bereits ein  anderer  Sender  mit  dem Senden  begonnen  hat.  Ist  das  Medium frei,  beginnt  er  mit  dem Senden und hö rt gleichzeitig weiterhin das Medium ab. Wenn das empfangene Signal vom gesendeten Signal abweicht,  heiß t  das,  dass  ein  anderer  Sender  gleichzeitig  mit  dem  Senden  begonnen  hat.  Stellt  der Sender  so  eine  Kollision  fest,  hö rt  er  mit  dem  Senden  des  Nutzsignals  auf,  sendet  ein  starkes Störsignal und versucht eine erneute Sendung nach einer zufällig gewählten Zufallszeit. Warum  versagt  dieses  Verfahren  bei  drahtloser  Ü  bertragung?  Der  Sender  soll  eine  Kollision  beim Empfä nger feststellen, kann aber natü rlich nur eine Kollision bei sich selbst feststellen. In einem lei- tungsgebundenen  Netz  macht  das  keinen  Unterschied,  denn  das  Signal  ist  auf  der  gesamten  Kabel- lä nge  praktisch  gleich.  Bei  drahtloser  Ü  bertragung  nimmt  die  Signalstä rke  aber  mit  der  Entfernung deutlich ab. Zwei problematische Szenarien können sich also ergeben: Quelle: Jochen Schiller, Mobilkommunikation, 2000   a) versteckte Endgeräte Wir nehmen an, es gebe drei Mobilstationen A, B und C. Der Sendebereich von A schließt B ein, aber nicht C, der Sendebereich von B schließt sowohl A als auch C ein, der Sendebereich von C schließt B, aber nicht A ein. A kann also nicht erkennen, wenn C sendet und umgekehrt.   A und C mö chten gleichzeitig an B senden. A hö rt das Medium ab, erkennt, dass es frei ist, und beginnt mit dem Senden an B. C hö rt das Medium ab, erkennt fä lschlicherweise, dass es frei ist (denn es kann nicht erkennen, dass A sendet), und beginnt ebenfalls mit dem Senden. Es kommt zu einer Kollision bei B.   b) ausgelieferte Endgeräte Wir nehmen dieselbe Anordnung wie in a) an. Diesmal sendet B zu A und C zu einer Mobilstation D, die außerhalb der Reichweite von A und B liegt. B hört das Medium ab, erkennt, dass es frei ist, und beginnt mit dem Senden an A. C hört das Me   dium ab,  erkennt,  dass  es  belegt  ist,  und  wartet  unnö tigerweise  mit  dem  Senden  an  D,  obwohl  dies  die Übertragung von B nach A überhaupt nicht stören würde. Das  CSMA/CD-Verfahren  ist  also  fü r  drahtlose  Netze  unbrauchbar.  Es  gibt  stattdessen  eine  kaum ü berschaubare  Vielzahl  von  Medien-Zugriffs-Verfahren,  die  auf  den  Multiplex-Verfahren  aufsetzen und die jeweils an die Bedürfnisse des Systems angepasst sind. Allgemein sind dabei folgende Fragestellungen zu klären: ·   Welcher Kanal wird wann welchem Endgerät zugeordnet? (Ein Mo biltelefon benötigt zum Bei spiel nicht ständig einen Sprachkanal, sondern nur währen eines Telefongesprächs.)
  
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