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Basistechnologien für mobile Netze

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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna [13] anderen  Sprachen  trennen  und  sein  Gegenü ber  somit  verstehen,  wä hrend  ihm  die  anderen  Sprecher wie Hintergrundrauschen vorkommen.   Wie sind nun die Codes zu wä hlen, damit die ü berlagerten Signale beim Empfä nger wieder entziffert werden können? Wir fassen im folgenden jeden Code als einen Vektor von Nullen und Einsen auf. 1.  Die  Codes  mü ssen  zueinander  orthogonal  sein.  Das  bedeutet,  dass  das  Skalarprodukt  von  zwei (verschiedenen) Codes 0 ergeben muss. Aus der analytischen Geometrie ist bekannt, dass die Dimen- sion der Vektoren (also hier die Länge des Codes) gleich der Anzahl möglicher orthogonaler Vek  toren ist. Um also n verschiedene Kanä le mittels Code-Multiplex zu etablieren, mü ssen die Codes mindes- tens n Bit lang sein.   2. Die Codes mü ssen eine gute Autokorrelation aufweisen. Das bedeutet, dass das Produkt jedes Co- des mit sich selbst möglichst groß sein muss. Ein Bit ist in diesem mathematischen Modell die Zahl – 1 oder +1. Das Codieren eines Bit durch den Sender entspricht einer Multiplikation des Bit mit dem Code-Vektor. Die physikalische Ü  berlagerung der Codes bei der Ü  bertragung entspricht der Addition dieser Daten-Code-Produkte. Der Empfä nger multipliziert  den  empfangenen  Vektor  mit  dem  ihm  bekannten  Code.  Da  fü r  jeden  Code  eine  gute Autokorrelation  gefordert  war,  ist  das  Ergebnis  entweder  deutlich  grö ß er  als  Null  (dann  wurde  das Nutzdatenbit  +1  empfangen)  oder  deutlich  kleiner  als  Null  (dann  wurde  das  Nutzdatenbit  – 1  emp- fangen). Die Nutzdaten sind somit rekonstruiert.   Der besondere Vorteil dieses Verfahrens gegenüber Frequenz - und Zeit-Multiplex ist, dass die Anzahl der  Kanä le  keine  harte  Obergrenze  hat,  sondern  es  kann  immer  noch  ein  Teilnehmer  in  das  System aufgenommen werden. Dann steigt zwar der Rauschpegel an, jeder Teilnehmer kann aber immer noch kommunizieren –   wenn auch mit einer geringeren Ü  bertragungsrate, weil die Fehlerkorrektur in einer hö heren  Schicht  mehr  Fehler  korrigieren  muss.  (Bei  FDM  und  TDM  dagegen  ist  die  Obergrenze durch die Anzahl der Frequenzbänder und Time Slots fest vorgegeben.) Ein  offensichtlicher  Nachteil  von  CDM  ist,  dass  der  Digitalteil  der  Endgerä te  sehr  komplex  ist. Außer dem macht der Fast-Fading-Effekt eine Anpassung der Sendeleistung mehrere tausendmal pro Sekunde  nö tig,  damit  kein  Sender  die  anderen  „ ü bertö nt“    und  eine  Decodierung  der  Signale  der schwä cheren Sender unmöglich macht. 5. Zugriffsverfahren Mit dem Multiplex-Verfahren (oder einer Kombination mehrerer Multiplex-Verfahren) haben wir nun unterschiedliche Kanäle etabliert. Zugriffsverfahren  umfassen  nun  alle  Mechanismen,  die  nö tig  sind,  um den  Zugriff  mehrerer  Nutzer auf diese Kanäle zu  regeln.   Das primitivste Zugriffsverfahren wä re, dass jeder Kanal statisch einem Sender-/Empfänger -Paar zu- geordnet wü rde. Das ist vermutlich der Grund dafü r, dass in der Literatur sehr hä ufig Multiplex- und Zugriffsverfahren verschwimmen und begrifflich nicht deutlich voneinander abgegrenzt werden.   Zunä chst  stellt  sich  die  Frage,  warum  nicht  einfach  vielfach  erprobte  Zugriffs- verfahren  aus  dem  Bereich  der  leitungsgebundenen  Netze  verwendet  werden. Diese Frage soll am Beispiel des CSMA/CD-Verfahrens (Carrier Sense Multiple Access   with   Collision   Detection),   das   im   Ethernet   verwendet   wird,   geklä rt werden.
  
Handbuch Mobile-Commerce. Technische Grundlagen, Marktchancen und Einsatzmöglichkeiten (Xpert.press) (Gebundene Ausgabe)
von Walter Gora,
Stefanie Röttger-Gerigk
Sonstige Artikel:
Prüfungsbuch Bekleidung. (Lernmaterialien) (Taschenbuch)
von Roland Kilgus
Bleib so, wie du bist 2006 . (Kalender) (Kalender)
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