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Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
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gefä hr der Wellenlä nge des zu ü bertragenden Signals entsprechen. Schon alleine deshalb musste man
für den Mobilfunk diese höheren Frequenzen technisch realisieren.
Bei Satellitenkommunikation werden gerichtete Mikrowellen im Bereich von 2 bis 40 GHz genutzt.
Sie verhalten sich bereits sehr ä hnlich wie Licht, d.h. sie werden nicht mehr an der Ionosphä re
reflektiert (wie typischerweise Radiowellen beim Amateurfunk), und fü r eine Satellitenverbindung ist
eine Sichtverbindung nötig.
Ab 3,5 THz beginnt mit den Infrarot-Wellen der optische Frequenzbereich, der nicht mehr staatlich
reguliert wird. Sichtbares Licht kann entweder ü ber eine Glasfaser-Leitung genutzt werden oder als
gerichtete Laser-Verbindung.
Dass Frequenzen staatlich reguliert werden und ä uß erst knapp sind, erfuhren zuletzt die Mobilfunk-
Anbieter, die die begehrten UMTS-Lizenzen fü r unermessliche Summen ersteigerten. Wie bei den
Modulationsverfahren erklä rt, findet Datenü bertragung nicht nur auf genau einer Frequenz statt, son-
dern es muss stets ein ganzes Frequenzband benutzt werden. Je grö ß er dieses Frequenzband ist, umso
grö ß er ist die erzielbare Bandbreite. Aufgrund der charakteristischen Eigenschaften bei der Wellen-
ausbreitung kö nnen auch nicht beliebig niedrige oder beliebig hohe Frequenzen benutzt werden. Die
Folge: Frequenzbä nder sind knapp und mü ssen reguliert werden, damit es nicht durch Mehrfach-
nutzung zu Interferenzen kommt.
4. Multiplex-Verfahren
Wir kö nnen nun ein digitales Signal drahtlos von genau einem Sender an (mö glicherweise mehrere)
Empfänger übertragen. Als nächstes müssen wir uns nun Verfahren ansehen, damit viele Sender
-Emp-
fänger -Paare gleichzeitig das Medium Luft gemeinsam zur Übertragung nutzen können. Das geschieht
mit sog. Multiplex-Verfahren.
Multiplex-Verfahren teilen den (geographischen) Raum, das Frequenzband, die Zeit und/oder einen
Code-Raum in Kanäle auf.
4.1 Raum-Multiplex
Raum-Multiplex bezeichnet die Unterteilung des geographischen Raums in
Zellen oder Segmente. Raum-Multiplex ergibt sich zum einen daraus, dass
Signale durch die Dä mpfung nur eine begrenzte Reichweite haben und somit
zwei weit genug entfernte Sender dieselbe Frequenz zur selben Zeit nutzen
kön nen. Zum anderen kann man mittels sog. Sektor- oder Richtantennen, die
nicht rundum abstrahlen, sondern nur ein begrenztes Segment versorgen,
Raum-Multiplex explizit nutzen.
Jedes zellbasierte Netz nutzt automatisch Raum-Multiplex. (Zellbasierte Netze werden in Kapitel 6
behandelt).
4.2 Frequez-Multiplex
Jedes drahtlose Kommunikations-System hat ein ihm zugewiesenes Frequenzband. Frequenz-
Multiplex unterteilt dieses gesamte Frequenzband in mehrere, sich nicht ü berlappende kleinere
Frequenzbä nder. Jedem Kanal wird ein solches Teil-Frequenzband zugewiesen. Damit es nicht zu
Interferenzen zwischen zwei benachbarten Kanä len kommt, ist jeweils ein Schutzband zwischen zwei
Teil-Frequenzbän dern notwendig.
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Mobile Business. Märkte, Techniken, Geschäftsmodelle (Gebundene Ausgabe)
von Bernd Diederich, Thomas Lerner, Roland D. Lindemann, Ralf Vehlen
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| Siehe auch: | |
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Mobile Commerce. Grundlagen, Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren von Günter Silberer, u. a. | | Mobile Business von Markus Giordano, Johannes Hummel | | Mobile Commerce von Klaus Turowski, Key Pousttchi | | Mobile und drahtlose Informationssysteme von Franz Lehner | |
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