| |
Dienste und Infrastrukturen für mobile Netze · Basistechnologien · Michael Dyrna
[10]
Da Sender und Empfä nger sehr prä zise synchronisiert sein mü ssen, sind sie komplexer. Der Lohn da-
für ich eine noch etwas größere Robustheit gegen Störungen als bei Frequenz
-Umtastung.
Da man bei der Phasen-Umtastung festlegen muss, wie viele verschiedene Phasensprü nge benutzt
werden sollen, gibt es keine analoge Phasenmodulation.
3. Frequenzspektrum
Ü bertragung mit Hilfe von Wellen kann auf vielen verschiedenen Frequenzen realisiert werden. Jeder
Frequenzbereich besitzt dabei charakteristische Vor- und Nachteile. In diesem Abschnitt soll eine
Über sicht über alle zur Datenübertragung nutzbaren Frequenzbereiche ge geben werden.
= l Wellenlänge
= f Frequenz
U-Boot-
Kommunikation
Radio-
übertr.
Amateur-
funk
Fernsehen
analoge
Mobiltel.
GSM
DECT
Satelliten-
komm.
Glasfaser
WLAN
Bluetooth
Quelle: Jochen Schiller, Mobilkommunikation, 2000
Ü bertragung durch Wellen beginnt schon im Infraschall-Bereich von wenigen Kilohertz. Diese Fre-
quenzen werden zum Beispiel von U-Booten genutzt, da sich die Wellen im Wasser fortpflanzen und
der Krümmung der Erdoberfläche folgen. Generell gilt, dass sich Wellen in niedrigen Frequenzen eher
wie Schall, in hö heren Frequenzen eher wie Licht verhalten. Es ist klar, dass ein Nutzsignals nicht auf
ein Trä gersignal mit einer niedrigeren Frequenz aufmoduliert werden kann. Deshalb kann in diesem
Frequenzbereich keine Sprache (4 bis 22 kHz!) übertragen werden, sondern nur Morse -Signale.
Radio-Ü bertragung beginnt im Langwellenbereich ab 148,5 kHz, Amateur-Funk-Ü bertragung im
Kurzwellenbereich ab 5,9 MHz und der heute übliche UKW -Rundfunk ab 87,5 MHz.
Je mehr Information gleichzeitig ü bertragen werden soll, desto hö her muss die Trä gerfrequenz sein.
Um Fernsehbilder zu ü bertragen, musste man die Technik deshalb soweit vorantreiben, dass man Fre-
quenzen im Bereich von 174-230 MHz nutzen konnte.
Die Mobilfunksysteme sind in noch hö heren Frequenzbereichen angesiedelt: Das analoge C-Netz be-
nutzte Frequenzen um 450 MHz, GSM900 nutzt die Frequenzen um 900 MHz, GSM1800 die Fre-
quenzen um 1,8 GHz. Die Lä nge einer Antenne sollte fü r eine optimale Abstrahl-Charakteristik un-
|  |
|
| |
|
|